Leonce und Lena - am 06.06 zum letzten Mal!

" Ja, für mich könnte der Abend auch „Büchners Brain“ heißen. Wenn man Büchners Briefe oder seine Biographie ließt, dann ist er in seinem Zynismus, seinen Sinnfragen, seiner Verzweiflung der Figur der Leonce sehr nah. Ich finde es schwierig, einem genialen Autor wie Büchner einfach etwas hinzuzudichten, aber seine eigenen Text zu montieren ist sehr spannend: Man erkennt z.B. in der Lust am Schmerz der Hauptfigur in seiner Novelle „Lenz“ einen Bruder von Leonce wieder und auch so etwas die Zweifel der Titelfigur aus dem Drama „Dantons Tod“, dass wir einander überhaupt kennen und verstehen können, passen gut zu Leonce und sie passen auch gut zu Georg Büchner selbst. So haben wir Texte aus Büchners Dramen, Prosa, Briefen, sogar aus seinen Abhandlungen einmontiert. Der Abend kann auch als Portrait Georg Büchners gesehen werden – oder zumindest als eine Annäherung [...]" (Jan Philipp Gloger)